(Prä-)Historisches
Ob verlassene Höhlen der Steinzeitmenschen, alte Keltenschanzen, römische Kastellanlagen oder mittelalterliche Wehranlagen und Städte, in Franken und im nahegelegenen Ries wird Geschichte lebendig.
Nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell …
Auf den Spuren der Dinosaurier und der Urzeitwesen
In Solnhofen im Altmühltal können Sie sich im fränkischen Jura auf die Suche nach Versteinerungen aller Art machen.
Sie können in einen der vielen stillgelegten Steinbrüche gehen und sich mit Hammer und Meisel auf die Suche machen.
Wer weiß, vielleicht gelingt Ihnen ja ein Fund wie vor knapp 140 Jahren in Eichstätt bei Solnhofen und Sie heben die Versteinerung eines Archäopteryx aus.
Den nachweislich ersten (Ur)vogel der Geschichte (weltweit sind bis jetzt nur 9 Exemplare gefunden worden, und das Eichstätter Exemplar ist das wohl am besten erhaltene) können Sie bei einem Abstecher ins Jura-Museum Eichstätt besichtigen.
Jura-Museum
Burgstr. 19
85072 Eichstätt
Tel.: 08421/4730
www.jura-museum.de
Öffnungszeiten:
- 1.April bis 30.September von 9.00 bis 18.00 Uhr
- 1.Oktober bis 31.März von 10.00 bis 16.00 Uhr
- Montags, sowie am 1.Januar, Faschingsdienstag, 24./25.Dezember und 31.Dezember geschlossen
Multivisionsschau
- 10.15 Uhr und 15.00 Uhr
Die Ofnethöhlen bei Nördlingen
Die Ofnethöhlen befinden sich im Ringwall des Ries-Kraters. Es handelt sich um Höhlenruinen, in denen bei Ausgrabungen Tierreste und Grabbeigaben gefunden wurden.
Besonders spektakulär waren die Schädelfunde, die in Nestern angeordnet waren. Ein Nest mit 27 Schädeln und ein Nest mit 6 Schädeln in Rötel gebettet und mit Ketten aus Hirschgranteln, beide aus der Mittelsteinzeit. Unverheilte Schädelverletzungen lassen auf gewaltsamen Tod schließen.
Die Fundstücke sind im Rieskratermuseum Nördlingen ausgestellt.
Rieskrater-Museum Nördlingen
Eugene-Shoemaker-Platz 1
86720 Nördlingen
Tel.: (09081) 27 38 22 - 0
www.rieskratermuseum.de
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Sonntag von 10:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 16:30 Uhr
- Montags geschlossen
- Feiertagsregelung auf Anfrage
Keltenschanzen
Entlang des Limes finden sich auch immer wieder so genannte Keltenschanzen, die auf Seiten der „Barbaren“ zu finden sind.
Hierbei handelt es sich um Opfer- und Kultstätten der Kelten, man findet sie in Weiltingen und in Thalmässing.
Der Rätische Limes
Der "Raetische Limes" verläuft von Lorch nach Burgsalach. Im Naturpark Altmühtal und dem schönen Mittelfranken (auch dem nahen Baden-Württemberg) kann man so einiges erleben, auf den Spuren der alten Römer.
- Aalen
Hier wurde ein römisches Reiterkastell vollständig freigelegt und die Fundstücke werden im anschließenden Limes Museum ausgestellt. Nicht weit von Aalen entfernt, am Bucher Stausee, wurde außerdem noch ein Gutshof und ein römisches Bad ausgegraben. - Ruffenhofen
Hier wir im sog. Römerpark mit Hilfe von Bepflanzung und Schautafeln das einstige Reiterkastell dargestell. Es soll auch in naher Zukunft ein „Minikastell“ aufgebaut werdem um das Kastell noch besser zu veranschaulichen. Man kann auch ca. 10km von Ruffenhofen entfernt einen rekonstruierten Liemes-(Wach)turm besichtigen. Türme solcher Bauart gab es zwischen den einzelnen Kastellen eine große Anzahl, um sich mit Lichtzeichen zu verständigen, falls der Feind „einfällt“.
- Dambach
Hier gab es früher mal ein römisches Kohorten-Kastell, es war ca. 2,2ha groß und lag direkt am „Raetischen Limes“. Heute ist auf dem Areal des ehemaligen Kastells die Hammerschmiede und der dazugehörige Weiher. Es handelt sich hierbei um ein sog. Bodendenkmal. - Gunzenhausen
Auf dem Areal wo heute die Kirche steht, war einst das Stabsgebäude eines Kastells für „numeri“, die schnellste Eingreifstruppe am Limes. Heute kann man noch Mauerreste des ehemaligen Kastells am hinteren Schloßbuck entdecken. Im Burgstall-wald finden sich Überreste des Limes und die deutlich sichtbaren Grundmauern eines Wachturmes. Gleich nebenan der Bismark-Turm ist zum Teil aus Steinen des Limes erbaut worden, außerdem findet sich ein weiterer rekonstruierter Turm am nahen Hang des Vorderen Schloßbucks. - Ellingen
Hier war früher etwas nordöstlich ein „Numerus-Kastell“, welches ein kleiner Standort römischer Truppen war. Der Westturm und die Nordmauer sind zum Teil rekonstruiert und zur Besichtigung freigegeben. Über das Schiksal des „Castellum Sablonetum“ (so der ursprüngliche Name des Kastells) wird auf Hinweistafeln berichtet. - Burgsalach
Vom Wanderplatz aus führen zwei verschiedene, ausgeschilderte Rundwanderwege. Sie verlaufen zum Teil am Limes entlang und zum Teil auf ehemaligen römischen Strassen. Hier wurde auch ein Wachturm aus Holz nachgebaut und ein Stück weiter findet man dann auch noch die Reste eines steinernen Wachturms und des Limes. Außerdem wurde in Burgsalach ein „Burgus“ nachgebaut, welches zwar hier so nicht zu finden war allerdings hat man es in Anlehnung an nordafrikanische Anlagen errichtet. Wahrscheinlich ist, dass in Burgsalach überhaupt keine römischen Truppen stationiert waren sondern nur ein Wachposten ortsansässig war. - Weißenburg
Hier ist eines der schönsten Römermuseen Deutschlandes, das Sammelsurium reicht von Götterfiguren, Votivgaben über Schmuck bis hin zu allen möglichen Gebrauchsgegenstände kurz der berühmte Römerschatz von Weißenburg ist hier zu sehen. In Weißenburg gab es nicht nur ein Kastell, in dessen Schatten sich eine bedeutende Zivilsiedlung entwickelt hat sondern auch ein Badehaus, die Therme. Die Ausgrabung des Badehauses gehört zu den wohl größten und bedeutensten Badeanlagen Süddeutschlands zu dieser Zeit. Vom nahegelegenen Kastell „Biricina“ wurde das nördliche Lagertor und ein Teil der Nordmauer rekonstruiert.





